In diesem Vortrag geht es um unsere Kinder und Jugendlichen.

Es geht in erster Linie um jene Kinder und Jugendliche, die aus der schnellen Maschinerie unserer Leistungsgesellschaft herausgefallen sind und die wir viel zu schnell als ÔÇ×schwierig“ oder ÔÇ×nicht belastbar“ betiteln.

Wir leben in einer Zeit, die mehr denn je von der Leistung und der Leistungsanforderung an jeden einzelnen von uns gepr├Ągt ist. Davon sind leider unsere Kinder und Jugendlichen nicht ausgeschlossen.

So finden wir immer mehr Sch├╝ler im Nachhilfeunterricht wieder, da sie den hohen Erwartungen, die an sie gestellt werden, nicht mehr standhalten k├Ânnen. Nur wer ein gutes Abitur ÔÇ×baut“ ist ein guter und f├Ąhiger Mensch, so lautet vielerorts die Maxime.
So erleben wir Sch├╝ler, die unter hohem Leistungsdruck stehen und die sich nachmittags nach der Schule nicht ihrem Freizeitvergn├╝gen hingeben k├Ânnen, sondern den Psychiater aufsuchen, der ihnen mit Psychopharmaka hilft, wieder auf die Erfolgs- und Leistungsspur zur├╝ckzukommen.

So werden junge Menschen ihrer eigenen Selbstachtung und ihrer Seelenkraft beraubt, da sie sich nur noch dar├╝ber definieren, was sie leisten. Was die Eltern selbst nicht geschafft haben, das m├╝ssen die Kinder schaffen.

So dreht sich die Leistungs- und Erfolgsspirale immer schneller und immer mehr Kinder und Jugendliche sind dieser Bewegung nicht mehr gewachsen. So z├╝chten wir junge Menschen immer mehr zu funktionierenden Computern heran, die immer weniger Zugang zu ihrer Seele haben.

Nur wer selbst wenig oder gar kein Selbstwertgef├╝hl besitzt ist in der Lage seine Kinder in ein Korsett von Leistung und Erfolg zu zw├Ąngen. Nur wer selbst in seinem eigenen Suchtverhalten eingesperrt ist, zeigt Kindern den Weg zu s├╝chtigem Verhalten.

Unsere Kinder halten diesem Druck nicht mehr stand und beginnen, sich auff├Ąllig zu verhalten. Sie erhalten dann die Diagnose ADS oder ADHS und wir Erwachsene stecken diese Kinder und Jugendlichen dann in diese Schubladen. Viele meinen, mit der richtigen Diagnose w├Ąre der wichtigste Schritt schon getan, doch die Therapie basiert meist auf dem Hintergrund, die Sch├╝ler wieder fit f├╝r den t├Ąglichen Leistungskampf zu machen.

Depressionen, bisher eine Dom├Ąne der Erwachsenen, breiten sich in erschreckendem Umfang auch unter Kindern und Jugendlichen aus. Auch dies ist ein Warnsignal der Seele. Wenn sie dem ├Ąu├čeren und nicht selten auch dem inneren Druck nicht mehr standh├Ąlt, dann zieht die Seele den Stecker. Der oder die Betroffene geht in die innere Erstarrung und die Seele weigert sich, diesen Wahnsinn weiter mitzumachen.
Mit Hilfe von Antidepressiva wird dann auch schon bei Kindern versucht, sie wieder aus ihrem inneren Loch herauszulocken und ihnen das Leben drau├čen wieder schmackhaft zu machen. Die Folgen davon k├Ânnen wir noch nicht absehen.

Viele, die diesen hohen Anforderungen nicht mehr gewachsen sind, suchen ihr Heil in Drogen, die ihnen zumindest f├╝r Momente das Leben in einem besseren Licht erscheinen lassen, bis dann die Wirkung nachl├Ąsst und sich das Dilemma nur noch drastischer vor ihnen ausbreitet. So rutschen sie immer schneller in s├╝chtiges Verhalten und wir Erwachsene stehen meist hilflos daneben und f├╝hlen
uns selbst ├╝berfordert.

So m├Âchte dieser Vortrag die Hintergr├╝nde der Lebenssituationen solcher ÔÇ×aus dem Rahmen gefallenen Kinder und Jugendlichen“ n├Ąher beleuchten und au├čerdem M├Âglichkeiten aufzeigen, wie diesen Kindern, die all diesen Anforderungen nicht gewachsen sind, wirklich geholfen werden kann.

Es geht dabei nicht darum, jemand schuldig zu sprechen oder anzuklagen. Vielmehr m├Âchte dieser Vortrag daf├╝r sensibilisieren, uns die Situation vor Augen zu f├╝hren und aufzuzeigen, welche Wege wir gehen k├Ânnen, um unsere Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg ins Leben hinein die Unterst├╝tzung geben zu k├Ânnen, damit ihre Seele gest├Ąrkt werden und sich ihrer eigenen Bestimmung zuwenden kann. So k├Ânnen unsere Kinder und Jugendlichen erfahren, dass sie alle wichtig sind, jeder nach seinen M├Âglichkeiten und seinen ganz pers├Ânlichen Begabungen.

Geb├╝hr:  10 Euro

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