Der Hintergrund
 

Die Astrologie versucht seit jeher, das was sich an Konstellationen der Planeten unseres Sonnensystems im Außen abbildet, auf uns Menschen zu ĂŒbertragen.

Wenn wir den Postulaten der Hermetik glauben dĂŒrfen, dann entspricht das was oben am Himmel  ist auch dem was unten auf der Erde ist, und was außen ist, entspricht dem was innen ist.

So waren bei den alten Ägyptern, Griechen und Römern die Planeten immer auch Abbilder von Gottheiten, die fĂŒr alle möglichen Belange des irdischen Lebens zustĂ€ndig waren.
Wir Heutigen tun uns sehr schwer, uns auf diese Betrachtungsebene einzuschwingen. Unser Verstand arbeitet rational und auf was er sich einlassen kann, sind nackte Tatsachen, wie sie uns z.B. auch die Astronomie liefert.

Ohne Astronomie gÀbe es aber auch keine Astrologie. Beide stehen miteinander in Verbindung, auch wenn die Astrologie von vielen Astronomen heute immer noch belÀchelt wird.

Unser Geburtshoroskop, also die graphische Darstellung der Planetenkonstellationen zum Zeitpunkt und den Ort unserer Geburt, zeigt uns, in welchem Tierkreiszeichen die jeweiligen Planeten stehen, welche astrologischen HĂ€user sie besetzen und welche Beziehungen (Aspekte) sie untereinander haben.

Die Astrologie versucht nun die Symbolik und das Wesen der einzelnen Planeten auf uns Menschen zu ĂŒbertragen.
Alle Themen des Menschseins können auf 12 Tierkreiszeichen bzw. 10 Planeten verteilt werden. Mehr ist nicht notwendig.
Die Zahl 12 taucht auch an anderer Stelle immer wieder auf. So gibt es 12 Stunden am Tag und 12 Stunden in der Nacht.
Jesus hatte 12 JĂŒnger, es wird von 12 Rittern an der Tafelrunde berichtet, Herkules hatte 12 PrĂŒfungen zu bestehen usw.

Wir haben bisher 10 Planeten in unserem Sonnensystem entdeckt und da gehört Pluto fĂŒr mich auch dazu, auch wenn es Kreise unter den Astronomen und auch Astrologen gibt, die ihn wieder in die Kiste gesperrt haben. Das sagt weniger ĂŒber Pluto aus, als  ĂŒber unseren Umgang mit ihm und dem was er symbolisiert: Leben und Tod, Transformation und Zerstörung, die VerfĂŒhrung und das Böse.
Damit wollten wir uns noch nie auseinandersetzen. Doch diese Haltung gleicht einem kleinen Kind, das sich seine HÀnde vors Gesicht hÀlt und der Meinung ist, dass es jetzt auch von den anderen nicht mehr gesehen werden kann.

Pluto lĂ€sst sich nicht wegsperren oder verleugnen. Er ist der Herrscher dieser Welt und jeder Versuch, ihn zu verleugnen, bezahlen wir teuer, denn alles was wir von uns weisen kommt als dĂ€monische und zerstörerische Kraft wieder durch die HintertĂŒr auf die BĂŒhne.

Jeder Planet unseres Sonnensystems taucht in unserem Geburtshoroskop als Symbol auf und reprÀsentiert ein bestimmtes Lebensthema.

Wir können sogar hergehen und jeden dieser Planeten als eigenstÀndige Person betrachten die auch in unserer Seele lebt.
Es sind die Inneren Personen unserer Seele.

So steht die Sonne fĂŒr unser Ego, das sich in der Welt etwas aufbauen möchte.
Sie ist die Hauptperson in unserem inneren Seelenensemble. Sie herrscht ĂŒber alle anderen und wenn sie liebevoll alle anderen Inneren Personen bescheint, dann sind wir gesegnet. Alle Spiele die wir hier auf der Erde spielen sind Egospiele, es gibt keine anderen, auch wenn wir uns immer wieder einbilden, wir wĂ€ren schon viel weiter. Wichtig ist allein, dass uns diese Spiele bewusst sind. Wenn ich weiß, dass es ein Egospiel ist, dann ist es schon fast keines mehr. Die Sonne ist das Zentrum unseres Sonnensystems um das sich alle anderen Planeten drehen.

Der Mond ist kein Planet im ursprĂŒnglichen Sinne, denn er ist ein Erdtrabant. Er reprĂ€sentiert unseren mĂŒtterlich, weiblichen Anteil und unser inneres Kind, unseren GefĂŒhlsbereich, die Hingabe und die Nacht. Durch den Mond sind wir auch mit allen unseren Schmerzen und Wunden verbunden. Er hĂŒtet sie fĂŒr uns und möchte, dass wir uns an sie erinnern, so dass sie endlich heilen dĂŒrfen.
In der Nacht des Mondes können wir uns leicht verlieren. Hier verwischen die Konturen und es scheint uns, als wĂ€ren wir einer unendlichen Tiefe ausgeliefert die uns verschlingen möchte. Und so ist es mitunter auch. „Das ewig Weibliche zieht uns hinan“ – meinte schon Goethe. Wenn wir uns gegen diese Hingabe wehren, dann leiden wir. Wir geraten in psychische ZustĂ€nde, die uns das FĂŒrchten lehren können. Uns dem Mond hinzugeben, heißt, uns dem Tod und gleichzeitig dem Leben hinzugeben.

Der Merkur steht zum einen fĂŒr den Bereich der Kommunikation und des Sammelns von Wissen (Zwillings-Merkur) und auch fĂŒr den Bereich des Dienens, des Gewissens, der Notwendigkeit, der Erde (Jungfrau-Merkur). Merkur ist unser SeelenfĂŒhrer. Er hĂ€lt sich immer in der NĂ€he der Sonne auf und erhĂ€lt von ihr wichtige Botschaften, die er dann umsetzen darf. Er bringt die Botschaften von den Göttern zu den Menschen und umgekehrt (kosmischer BrieftrĂ€ger). Er ist eine wichtige Gewissensinstanz im Inneren unserer Seele und steht dort auch fĂŒr das Familiengewissen.

Die Venus reprĂ€sentiert zum einen den Bereich der materiellen Sicherheit, der Schönheit, des VergnĂŒgens, der Harmonie, des Selbstwertes (Stier-Venus) und auch den Bereich von Partnerschaft, der Auseinandersetzung mit unserer Andersartigkeit, der Begegnung mit der Welt, dem Wir, den anderen Menschen (Waage-Venus). Die Venus erleben wir in unserem Inneren meist als sehr angenehm. Steht sie allerdings im Konflikt mit anderen Planeten, so kann es sein, dass wir ihre QualitĂ€ten nicht so deutlich wahrnehmen können. Sie zieht sich dann in den Hintergrund zurĂŒck und es kann sein, dass wir uns dann kaum mehr an sie erinnern. Das kann jede Frau erleben, die schwanger wird. Jetzt tritt ihre Venus in den Hintergrund zugunsten des Mondes, der jetzt fĂŒr einige Jahre im Vordergrund wirken darf.

Der Mars gilt seit jeher als unser innerer Krieger, der fĂŒr oder gegen uns kĂ€mpft, der Raum ergreift, sich fĂŒr eine Sache einsetzt, der Reibung und Auseinandersetzung sucht und findet, der sich durchsetzen möchte.
Er braucht den Auftrag des Königs zum Handeln. Er setzt das um, was sich die Sonne, das Ego vorgenommen hat.
Ist die Sonne sehr schwach, und Mars erhÀlt keine AuftrÀge mehr von ihr, so kann es sein, dass er seine Energie gegen das System, also gegen alle anderen einsetzt und im Inneren selbstzerstörerisch wirkt.
Wird er in uns nicht geachtet, so kann es auch sein, dass er seine Aggression nach außen bringt und dort zerstört.
Ihm ist es egal, wofĂŒr er seine Energie einsetzt, er muss sie nur loswerden.

Jupiter steht fĂŒr unseren inneren Priester, den inneren Therapeuten. Er erinnert uns an die geistigen Bereiche des menschlichen Daseins. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“ Er ist der BrĂŒckenschlĂ€ger, der Pontifex, der eine Verbindung schafft zwischen der materiellen und geistigen Wirklichkeit. Seine Bewegungen gehen nach vorne und nach oben und sie sind raumgreifend. Er ist der WohltĂ€ter in unserer Seele, der es gut mit uns meint und der uns immer wieder daran erinnert, dass wir GefĂŒhrte sind.

Saturn erleben wir meist als unerbittlich. Sein Name ist Schicksal unter dem wir angetreten sind. Er wacht ĂŒber unser Schicksal und greift (meist unter Jammern und Klagen) ein, um uns wieder auf unsere Spur zurĂŒckzusetzen, wenn wir sie leichtfertig verlassen haben. Auf ihn können wir uns immer verlassen. Deshalb hat er auch eine starke Beziehung zu unserem Tod, der immer an unserer Seite ist, bzw. schrĂ€g links, hinter uns.

Uranus ist unser innerer Narr, der uns immer wieder vom Egothron stĂ¶ĂŸt und uns den Spiegel vorhĂ€lt, in dem wir erkennen können, was wir fĂŒr ein Narr sind.
Wenn wir ĂŒber uns lachen können, dann ist Uranus nicht weit. Er will uns zu unserer Freiheit fĂŒhren, auch wenn seine Wege dorthin nicht mit unserer Vorstellung ĂŒbereinstimmen. Wenn wir zu trĂ€ge sind, wenn etwas zu alt in uns geworden ist, dann taucht er auf und nimmt es uns weg. Das tut erst einmal weh, weil wir uns so daran gewöhnt hatten und auch sicher waren.
Er wirft uns in die Freiheit und wenn wir dort gelandet sind, dann können wir dankbar auf das schauen, aus dem er uns entbunden hat.

Neptun ist unser innerer Engel. Er reprÀsentiert die Toten, die Verstorbenen aus unserer Familie. Sein Amt ist es, die Erinnerung an diese Verstorbenen in uns wach zu halten. Er steht an der Schwelle zwischen dem Diesseits und dem Jenseits und sein Reich ist nicht von dieser Welt.
Er erinnert uns nicht nur daran, dass es ein Jenseits gibt, er tritt auch auf, wenn wir einer Illusion hinterher laufen, wenn wir uns tĂ€uschen lassen oder uns in Sehn – sĂŒchten verlieren. Er will uns dann unserer erbĂ€rmlichen RealitĂ€t entreißen und uns in himmlische Illusionen einspinnen. Dazu ist ihm mitunter jedes Suchtmittel recht. Er hilft uns auch, uns nicht im Materiellen zu verlieren.

Pluto ist der gefallene Engel und da er der Herrscher dieser Welt ist, hat er natĂŒrlich eine besondere Bedeutung. Seine Aufgabe besteht darin, unser Ego zum einen zu verfĂŒhren – weg vom Leben in sein Reich der Ideen, Vorstellungen, WĂŒnsche, Begierden usw.
Er reprĂ€sentiert den „Anti-Bios“, das Unlebendige. Er will uns in Bilder hineinverfĂŒhren, die uns weiß machen sollen, wie unser Leben zu sein hĂ€tte, wie die Welt zu sein hĂ€tte, was wir tun könnten, um dem was uns nicht gefĂ€llt, erfolgreich zu entkommen. Er will uns von unserer ungeliebten Wirklichkeit wegfĂŒhren in eine Scheinwelt, in der die Seele aber keinen Platz mehr hat, da sie geopfert wird.
Wir alle gehen ihm auf den Leim. Wir mĂŒssen es tun, denn nur in seinem Reich erfahren wir LĂ€uterung.
Zum anderen ist er aber auch derjenige, der mit Nachdruck daran arbeitet, dass wir lernen unser Ego irgendwann zu transformieren.
Als gefallener Engel ist er natĂŒrlich auch mit unserer erlösten, göttlichen Seite in Kontakt. Doch er weiß, der Weg dort hin fĂŒhrt uns durch die Hölle. Und so bekommt er uns alle und unser Leiden wird umso erbarmungsloser, je mehr wir unseren Schatten, unseren ungeliebten Anteilen in unserer Seele ausweichen.
Auf ihn können wir uns verlassen und er ist der wahre Erlöser der uns zur Seite steht – unerbittlich und immer folgerichtig.

Das sind nun die Hauptpersonen.

DarĂŒber hinaus entstehen durch deren Konstellation im Horoskop bzw. deren Beziehungen untereinander jeweils neue Themen die uns einen Hinweis ĂŒber unsere persönliche Erscheinung der jeweiligen Person geben können, da sie von mehreren Themen einfĂ€rbt werden kann und so zu einer ganz individuellen Erscheinung in unserem Inneren wird.

Neben diesen Hauptpersonen gibt es auch noch die Lilith. Sie ist die Vertreterin der dunklen Seite des Mondes. Die jĂŒdische Mythologie spricht davon, dass sie die erste Frau Adams war, die ebenfalls aus Erde erschaffen wurde.
Sie war gleichsam auf Augenhöhe mit Adam. Damit war dieser aber nicht einverstanden und so beschwerte er sich bei Gott, der Lilith darauf hin aus dem Paradies verbannte. Sie musste in der Tiefe des Meeres ihr Dasein fristen und sie geistert nun des Nachts umher um alleinstehende MÀnner zu besuchen.
Adam war traurig, und so schickte Gott Engel aus, um Lilith zurĂŒckzuholen, doch diese blieb sich treu und verweigerte die RĂŒckkehr.
Erst danach wurde Eva aus der Rippe Adams gebildet, als Teil von ihm selbst, den er gut kontrollieren konnte. Sie war keine Gefahr fĂŒr ihn.
Lilith reprÀsentiert unsere dunkle, weibliche und animalische Seite.
Sie ist die Schwester Plutos. Was Pluto entwickelt setzt Lilith um.
Mit allem,  was wir in uns ablehnen, konfrontiert sie uns unerbittlich. Sie fordert dann jedes Mal ein Opfer (z.B. Sterilisation, Totaloperation bei Frauen, Fehlgeburten, Abtreibungen usw.)
Sie legt uns all das vor die FĂŒĂŸe, was das Patriarchat zu vernichten versuchte. Wir haben das Weibliche auch in unserer Seele erschlagen und Lilith trĂ€gt es uns hinterher, damit wir es wieder zu uns zurĂŒckholen – irgendwann.

Neben Lilith möchte ich auch noch Chiron erwÀhnen. Er war einer der Zentauren, halb Pferd, halb Mensch. Er wurde durch einen Pfeil schwer verletzt und da diese Wunde nie ganz heilen konnte, wurde er von den Göttern in den Götterhimmel erhoben. Diese schwere Verletzung machte ihn zum Heiler.
So reprĂ€sentiert er auch unseren inneren Heiler. Seine Position im Radix zeigt uns, in welchen Bereichen wir am meisten verletzt wurden und wo auch das grĂ¶ĂŸte Potential fĂŒr unsere Heilung liegt.
Er ist allen inneren Personen gleichermaßen wohlwollend zugewandt und es ist an uns, uns ihm innerlich zuzuwenden. Er kann uns viel ĂŒber unsere Verletzungen erzĂ€hlen und gleichzeitig Wege aufzeigen, wie wir diese Wunden mit seiner Hilfe heilen können.

Dies sind also die Hauptakteure auf unserer inneren SeelenbĂŒhne.

Was geschieht nun bei einer Horoskopaufstellung?

Wenn wir nach außen schauen, dann schauen wir auf unsere Gegenwarts- oder unsere Herkunftsfamilie mit allen, die dazugehören. Dies geschieht z.B. bei einer Familienaufstellung.

Wir können aber auch unseren Blick nach innen richten. Wir schauen dann in unsere Seele, auf unsere innere SeelenbĂŒhne.
Und dort gibt es auch Personen, unsere Inneren Personen, dargestellt durch die Planeten.

Auch diese Inneren Personen haben eine Geschichte. Sie haben ganz individuelle Charaktere, eben so wie reale Menschen die uns in unserem Leben begegnen.

Auch diese Inneren Personen können wir „aufstellen“, denn sie alle sind Teil unserer Seele und sie gehören somit zu uns.
Sie sind unsere „Innere Familie“. Unser Geburtshoroskop ist also quasi ein Familienphoto unserer Inneren Familie.

Auch in dieser Inneren Familie gibt es Personen die ausgegrenzt sind, die keine Beachtung finden, die mit anderen verstrickt sind oder zwischen denen Spannungen bestehen.

All diese gestörten Beziehungen spĂŒren wir mehr oder weniger in uns in Form von Unwohlsein, MĂŒdigkeit, Krankheiten, Ängsten, Verzweiflung, Wut, Hoffnungslosigkeit, Schwindel, SchwĂ€che, körperlichem oder seelischem Schmerz usw.
Dies alles sind sichtbare Zeichen, dass die Beziehungen zwischen unseren Inneren Personen nicht in Harmonie sind.

Wenn wir mit einer Person im Außen im Streit sind und wenn wir mit ihr nichts zu tun haben möchten, so können wir versuchen, den Kontakt zu dieser Person zu meiden. Wir können uns in unser Schneckenhaus zurĂŒckziehen und so tun, als ob uns das alles gar nichts angehen wĂŒrde. Doch das können wir nur eine Zeit lang aufrechterhalten. Irgendwann mĂŒssen wir unsere schĂŒtzende Höhle wieder verlassen und uns dem stellen, was da draußen auf uns wartet.

Diese Haltung können wir auch wÀhrend einer Familienaufstellung einnehmen. Doch im Gegensatz zu einer Familienaufstellung in der wir immer noch glauben können, dass das mit uns ja nicht viel zu tun hat, da es sich ja um andere Menschen handelt, kommen wir bei einer Horoskopaufstellung nicht so einfach davon.
Ganz egal wohin wir auch schauen, wir schauen immer auf einen Teil von uns. Hier sind wir selbst gemeint und wir schauen mehr oder weniger betroffen auf das was sich da in unserem Inneren abspielt. Wir wissen: mit jeder Person die wir ablehnen, lehnen wir einen Teil von uns ab. Dieser Umstand kommt bei einer Horoskopaufstellung besonders zum Tragen.

Meist sind wir so mit unserem Außen beschĂ€ftigt, dass wir gar keine Ahnung davon haben, wie es in unserem Inneren aussieht. Wir wissen nicht, dass es dort auch Personen gibt, die sich lieben, die streiten, die sich hassen oder gar bekĂ€mpfen, sich hintergehen, ignorieren und manchmal sogar morden.

Mit einer Horoskopaufstellung haben wir die Möglichkeit, diese Personen im Inneren unserer Seele ans Licht zu holen.

Wir gehen dabei Àhnlich vor, wie beim Familienstellen.

Der Protagonist wĂ€hlt aus den anwesenden Personen Stellvertreter fĂŒr seine Planeten (Inneren Personen) aus. Die Stellvertreter mĂŒssen nicht wissen welche QualitĂ€ten der Planet (die Innere Person) hat, die sie darstellen.

Jede/r StellvertreterIn sucht sich einen Platz im Raum und wartet auf einen Impuls von dem er oder sie erfasst wird.
Jede/r StellvertreterIn wird ebenso wie beim Familienstellen von dieser geistigen Bewegung erfasst und kann so ihr Befinden und ihre Bewegungsimpulse zum Ausdruck bringen.

Es entsteht ein „Astrodrama“ das sich zunĂ€chst nicht selten erst einmal als Chaos entpuppt.
Alle Stellvertreter agieren gleichzeitig und jetzt entsteht eine Dynamik die uns sehr schnell zeigen kann, welche Person z.B. auf Kosten einer anderen ihr Dasein fristet und sich in den Mittelpunkt stellt.

Aus diesem Chaos entwickelt sich dann ein Brennpunkt. Hier zeigt sich dann ein ganz bestimmtes Thema, das dann im weiteren Verlauf bearbeitet werden kann.
Das Ziel einer Horoskopaufstellung ist, die innere Situation der Seele nach außen zu bringen und dort abzubilden.
Wir bringen das innere Drama ans Licht wo wir wohlwollend darauf schauen können. Dadurch ist es uns möglich, Verstrickungen zu lösen und nach Wegen zu suchen, die allen Beteiligten gerecht werden.

Alle Planeten unseres Inneren wollen, wie auch alle Mitglieder unserer Ă€ußeren Familie, mit uns befriedet sein. Sie warten nur darauf, dass wir uns ihnen endlich zuwenden.
Wenn wir uns in einer Horoskopaufstellung unseren Planeten zuwenden und uns ihnen aussetzen, so wie sie sind, dann zeigen sie uns selbst den Weg zur Versöhnung. Wir dĂŒrfen ihnen nur nicht lĂ€nger im Wege stehen.
Wir gehen mit der Bewegung des Geistes, der sie fĂŒhrt und ihnen allen einen guten Platz in unserer Seele geben möchte.

Dabei geht es auch bei einer Horoskopaufstellung nicht darum, allen auf einmal gerecht zu werden. Das ist nicht möglich. Es zeigt sich immer das im Fokus was jetzt reif ist, geschaut und erlöst zu werden. Und dieser Bewegung folgen wir.

Wenn wir genauer hinschauen, dann können wir sehen, dass es eine Verbindung gibt zwischen den Familienmitgliedern unserer Ă€ußeren Familie und den ReprĂ€sentanten unserer Inneren Familie.
Jede Ă€ußere Person aus unserer Familie hat sozusagen einen „emotionalen DoppelgĂ€nger“ im Inneren unserer Seele.
Können wir uns mit einem emotionalen DoppelgĂ€nger befrieden, so sind wir auch im Außen mit der entsprechenden Person befriedet, denn beide hĂ€ngen miteinander zusammen.

Die Stellung der Planeten im Horoskop zeigt uns deutlich, wie unsere Seele beschlossen hat, die Welt wahrzunehmen und in ihr zu handeln. Doch die Sterne machen nur geneigt, sie legen uns niemals fest, d.h. es gibt immer die Möglichkeit einer Entwicklung aus bestimmten Verstrickungen und Spannungen herauszuwachsen.

Innere Personen die wir ablehnen oder die keinen guten Platz in unsrem Inneren haben, zeigen ihre QualitÀten von der unerlösten und lebensfeindlichen Seite. Wir wollen sie so in uns nicht haben und so dreht sich die Spirale immer weiter in Richtung Tod.
Indem wir sie durch eine Horoskopaufstellung ans Licht holen können wir ihre Not erkennen und sie in unser Herz nehmen. Das ist der wichtigste Schritt in einer Aufstellung. In unserem Herz können sie heilen und sich verwandeln. Dadurch dass sie sich geachtet fĂŒhlen und wieder dazugehören dĂŒrfen, können diese selbstzerstörerischen Verhaltensweisen aufgelöst werden und die lebensbejahenden QualitĂ€ten können so zum Vorschein kommen. So können wir unser Leben bewusster und vor allem reicher gestalten.

Es geht dabei nicht darum, einen Zustand zu erreichen, in dem alle in Harmonie miteinander schwingen. Es wird immer Unterschiede geben zwischen den einzelnen Inneren Personen. Das macht das ganze ja so lebendig.
Wichtig ist, dass wir, d.h. unsere Sonne allen gleichermaßen wohlwollend zugewandt sind und sie jeden anderen Planeten so annehmen kann wie er ist.
Die Entscheidungen die getroffen werden,  liegen aber in jedem Fall bei der Sonne. Aber sie kann alle anderen um Rat bzw. ihre eigene Meinung fragen. Das alles sind EnergiequalitĂ€ten die uns zur VerfĂŒgung stehen. Wenn wir sie kennen, dann können wir auch in der jeweiligen Lebenssituation auf sie zurĂŒckgreifen.

Wenn ich also bspw. mit einem Kind spiele, dann macht es wenig Sinn, wenn ich meinen inneren Mars aktiviere. Wenn ich mit meinem inneren Mond befriedet bin, dann kann ich ihn aktivieren, denn dann fÀllt es mir leichter mich auf Augenhöhe mit dem Kind zu bewegen.
So ist es uns möglich, die jeweilige innere Person zu aktivieren, die ich in einer bestimmten Ă€ußeren Situation gerade brauche.
Dann können wir ein immer authentischeres Leben fĂŒhren und unsere Inneren Personen fĂŒhlen sich von uns geachtet.
 

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