Das Familienstellen ist, wie das Leben selbst, immer neuen Bewegungen und Entwicklungen unterworfen, die uns unserem Werdeziel entgegenfĂŒhren.

So haben diese neuen Bewegungen in den letzten Monaten sowohl innerhalb der Aufstellungsarbeit, als auch in meiner Seele  eine weitere TĂŒr geöffnet, die uns alle in neue RĂ€ume auf unserem Weg der Heilung fĂŒhrt.

So durften wir mehr und mehr die Erfahrung machen, dass wir alle eingebunden sind in diese universelle Liebe, die weit ĂŒber unseren persönlichen und familiĂ€ren Rahmen hinausgeht. Diese Liebe möchte uns daran erinnern, dass wir alle eins sind.

Die Fixierung auf unsere ganz persönliche Lebenssituation hat uns gezeigt, dass wir an innere Bilder und Geschichten gebunden sind und an ihnen festhalten. Dies war immer ein Akt der Trennung, der uns in dem Glauben ließ, dass wir uns von anderen Menschen unterscheiden.

In letzter Zeit dĂŒrfen die Stellvertreter vermehrt die Erfahrung machen, dass sie plötzlich in die Dynamik des Lösungsweges fĂŒr den anderen mit einbezogen  und so zu einem wichtigen Teil des Ganzes werden, der auch ihr Innerstes zutiefst berĂŒhrt und erfasst.

Alle Stellvertreter agieren aus dem Hintergrund ihrer eigenen Situation, die sie in diese Rolle gefĂŒhrt hat.

Alle erleben sich als von diesen Bewegungen mitgenommen und gefĂŒhrt. Plötzlich erlöst, ohne zu wissen wovon, setzt sich der Stellvertreter, die Stellvertreterin, tief bewegt wieder auf den Platz und meint, nur fĂŒr den anderen etwas getan zu haben. Ein GefĂŒhl der Leichtigkeit und des Friedens erfĂŒllt sein/ihr Herz, ohne die ZusammenhĂ€nge je zu verstehen und ohne zu ahnen, was er oder sie fĂŒr sich,  sein/ihr Leben und fĂŒr seine/ihre Familie gerade gelöst hat.

Da ist einfach diese tiefe Empfindung und Einsicht von: Wir sind alle Eins!

So verlangen diese inneren Bewegungen auch Änderungen der Ă€ußeren Strukturen innerhalb der Aufstellungsarbeit.

Die Konsequenz all dieser Einsichten ist, dass wir uns zukĂŒnftig von der Trennung zwischen „Aufsteller“ und „Stellvertreter“ verabschieden.

Dadurch betreten wir eine neue gemeinsame Ebene, auf der wir dieser geistigen Kraft, die uns fĂŒhrt, wieder ein StĂŒck nĂ€her kommen können.

Nicht mehr das persönliche Anliegen wird zum Maß aller Dinge, sondern der jeweilige Augenblick, mit allem, was er fĂŒr uns bereit hĂ€lt.

In diesen Augenblick sind wir alle eingebunden und dĂŒrfen die Erfahrung machen, dass wir Anteil haben an allem, wie es sich auch immer zeigen mag.

Innerlich geöffnet fĂŒr diesen Augenblick, erlauben wir uns, uns von einer Bewegung erfassen zu lassen.

Sie fĂŒhrt uns zu einer anwesenden Person, die ein Thema in sich trĂ€gt, das noch nicht erlöst ist. Dieses Thema berĂŒhrt uns alle gleichermaßen und so tauchen wir alle ein, um uns von diesem Thema berĂŒhren zu lassen, so dass wir es, jeder fĂŒr sich, in unsere Seele integrieren können.

Diese innere und Ă€ußere Haltung eröffnet uns ganz neue Wege und Möglichkeiten, die uns mehr und mehr mit der Liebe zu allem, wie es ist, verbindet.

 

Neue Bewegungen der Liebe