Die stärkste Kraft, die heilt, ist die Liebe

Der Begriff „Therapie“ hat sich in meinen Augen im Laufe der Zeit so abgenutzt, dass heute kaum mehr einer weiß, was er wirklich bedeutet und was das eigentliche Amt des „Therapeuten“ ist.

Therapie heißt „dienen“ und so ist der Therapeut derjenige, der dient.

Er ist nicht derjenige, der heilt, auch wenn das immer wieder missverstanden wird. Aber er ist derjenige, der den Weg bereiten soll, einen Anstoß geben soll, dass etwas in Gang kommt.

Therapie hat damit zu tun, dass ich als Therapeut einen Rahmen schaffe, in dem sich der Patient er-innern kann. Er soll sich daran erinnern, wer er ist, was zu ihm gehört, was er einst verloren hat.

Therapie hat auch damit zu tun, bestimmte Verstrickungen innerhalb der eigenen Seele, und meist über Generationen hinweg, auch innerhalb der Familienseele ans Licht zu bringen und zu versuchen, sie dahingehend aufzulösen, so dass die Liebe wieder fließen kann.

Solche Verstrickungen oder Konflikte äußern sich zum Beispiel in Partnerschaftsproblemen, Schuldgefühlen, Ängsten, Depressionen, körperlichen Krankheiten und vieles mehr.

Im Rahmen einer Therapie versuchen wir gemeinsam, diese Verstrickungen und Konflikte ans Licht zu holen.

Dies geschieht in einem Zustand tiefer Entspannung, in dem wir die Möglichkeiten haben, in die inneren Räume und Landschaften der Seele hinabzusteigen.

Wir treffen dort auf Persönlichkeitsanteile in uns, die dort im Exil der Seele ihr Dasein fristen, weil wir ihnen keinen Platz auf unserer Lebensbühne gewähren. Doch auch sie wollen dort mitspielen, wollen von uns beachtet werden.

Im Inneren unserer Seele finden wir auch all jene Menschen und sogar Tiere, mit denen wir etwas zu tun haben oder hatten, und mit denen wir in unterschiedlichster Weise verbunden sind oder waren (Eltern, Geschwister, Kinder, Verwandte, Lebenspartner, Freunde usw.). Sie alle haben hier im "Haus der Seele" einen "emotionalen Doppelgänger”, Auch diejenigen, die vielleicht schon gestorben sind. In uns leben sie so lange weiter, solange wir leben. Hier leben auch Menschen, die wir gar nie kennengelernt haben, weil sie lange vor unserer Zeit da waren, die aber doch zu unserer Familienseele gehören. Menschen aus unserer Familie, mit denen wir auf wundersame Weise verstrickt sind oder deren Platz wir eingenommen haben, weil sie im Familiensystem nicht geachtet oder verstoßen wurden.

All diese Menschen können wir im "Haus unserer Seele" aufsuchen und uns mit ihnen versöhnen, denn sie alle möchten in Frieden mit uns sein. So kann dieser Teil unserer Lebensenergie uns wieder zur Verfügung stehen, der zuvor an diese verstrickte Beziehung gebunden war.

Bei dieser „Reise in die Tiefen der Seele“ versuche ich einen Raum zu schaffen, der Elemente beinhaltet, wie sie bereits von den Arztpriestern des antiken Griechenlands in der Begleitung der Heil-Suchenden in ihren Asklepiaden (den Heilstempeln) verwendet wurden.

Der Seelenreisende liegt flach auf dem Rücken, die äußeren Augen sind geschlossen, so dass die inneren Augen geöffnet werden können. Der Raum ist abgedunkelt, Musik im Hintergrund dient als Geländer auf dem Weg nach innen. Durch meine Begleitung wird der Reisende in einen tranceähnlichen Zustand gelangen, der nichts mit Hypnose zu tun hat. Es handelt sich vielmehr um einen veränderten Bewusstseinszustand, ähnlich einem Tagtraum, bei dem der Klient immer weiß, wo er ist.

Eine wichtige Aufmerksamkeit gilt dem Atem. Er ist ein mächtiger Verbündeter der Seele,  er kennt alle inneren Räume, alle Landschaften der Seele. So kann sich der Reisende ganz seinem Atem anvertrauen, sich von ihm in jene Seelenkammer führen lassen, die bereit ist, geschaut zu werden.

Es handelt sich hierbei um eine Art des Familienstellens, wie sie in der Einzelarbeit möglich ist.

Ich selbst verstehe mich dabei als eine Art „Seelenführer“, der Sie durch die Areale Ihrer Seele begleitet und Sie dabei unterstützt, Verstrickungen zu lösen, so dass Versöhnung stattfinden kann.

Im Zustand tiefer Entspannung offenbart sich die Seele wie von selbst – und die Liebe kann wieder fließen.

Ein wichtiger Grundsatz in der Heilpädagogik ist der, den Patienten an der Stelle abzuholen, an der er im Augenblick steht. Dieser Grundsatz gilt für mich auch im Bereich dieser therapeutischen Arbeit.

So steht am Beginn eines therapeutischen Prozesses eine Anamnesesitzung, in der wir versuchen werden, die wichtigsten Themen zu erfassen. Erst dann werden wir eine Anzahl von Therapiesitzungen festlegen.

Jede dieser Sitzungen dauert circa 2 Stunden.

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